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Wohngebiet Auf dem Loh

Verbesserung der Radverkehrs­infrastruktur

Maßnahme 10 Auf dem Loh


Verkehr

Verbesserung der Radverkehrs­infrastruktur

Schnell und sicher per Fahrrad von A nach B: Für guten Radverkehr im Quartier gibt es viele Ideen. Der Fidi-Boon-Wech spielt eine zentrale Rolle.

Stand:

Nicht gestartet

Kostenschätzung:

1 Million Euro

Kontaktdaten:

Ansprechpartner:
Julius Salomon
Telefonnummer:
04261/71-220
Julius Salomon
04261/71-220
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Projektbeschreibung

Bestand

Der Radverkehr im Wohngebiet Auf dem Loh ist bisher nicht sehr ausgeprägt, obwohl die Erreichbarkeit von Einrichtungen des täglichen Bedarfs sehr gut wäre. Das könnte mir der Radinfrastruktur zusammenhängen.

Die Straßen im Quartier weisen für den Radverkehr vielfältige Barrieren durch schmale Wege, fehlende gesicherte Querungsmöglichkeiten, hohe Bordsteine, unregelmäßige Bordsteinabsenkungen, wechselnde Straßenbeläge und ruhenden Verkehr auf, Letzteres unter anderem im Kreuzungsbereich Harburger Straße/Berliner Ring.

Im Norden wird das Quartier durch die Harburger Straße begrenzt, welche einen vom Gehweg getrennten Radweg aufweist. Dieser ist jedoch schmal, bietet wenig Fahrbahnabstand, Belagsschäden und Unterbrechungen. Der Umbau dieser Straße ist bereits in Planung, die genannten Defizite sollen dabei behoben werden.

Im Süden befindet sich die Soltauer Straße. Dort läuft der Radverkehr auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg. Dieser hat eine ebene Oberfläche, ist allerdings an vielen Stellen durch ungünstig platzierte Bäume, Verkehrszeichen, Ampelanlagen, Mülltonnen und den ruhenden Verkehr stark beengt.

Mit dem Sandhasenweg durchkreuzt das Quartier ein attraktiver Fuß- und Radweg in Ost-West-Richtung, welcher auch über das Untersuchungsgebiet hinaus Bedeutung hat. Auf dieser Radhauptverbindung haben Radfahrende Vorfahrt, was bei den Kreuzungen mit der Jägerhöhe und dem Mittelweg auch baulich deutlich gemacht wurde. Allerdings bildet die Kreuzung mit der Harburger Straße einen einschneidenden Bruch in dieser Wegeführung, da dort für eine Querung Umwege erforderlich sind.

Bei den Radabstellmöglichkeiten trifft hohe Nachfrage auf ein geringes Angebot. Gleichzeitig bieten sie weder ausreichenden Diebstahlschutz, Überdachung oder Beleuchtung.

Um den Radverkehr im Quartier zu verbessern, bedarf es eines eindeutigen Wegenetzes mit entsprechenden Markierungen und einer Verbesserung der Infrastruktur, um mehr Sicherheit zu schaffen und das Radeln attraktiver zu machen. Im Sanierungsgebiet befinden sich Bildungseinrichtungen, weshalb der Schülerverkehr besonders zu berücksichtigen ist. Um den Anforderungen von radelnden Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, wird eine sichere und eindeutige Radinfrastruktur benötigt.

Zielbild und Konzept

Um die Attraktivität des Radfahrens im Quartier zu steigern, sind verschiedene Maßnahmen notwendig, die auf die Bedürfnisse der Nutzergruppen angepasst sein müssen. Die ausgewiesenen Radhauptverbindungen gilt es optisch zu verbessern. Besonders an Knotenpunkten der Hauptverbindungen tragen eindeutige Fahrbahnmarkierungen und Beschilderung zu verbesserter Sicherheit und klarer Wegeführung bei. 

Um den Radverkehr im Quartier zu stärken, ist auch ein sicherer Anschluss zum Rest der Stadt notwendig. Die Basis dafür bildet eine gute Radverkehrsinfrastruktur an der B71. Der aktuelle Vorschlag einer Temporeduzierung auf einer Teilstrecke ist deshalb zu begrüßen.

Im Verkehrsentwicklungsplan wird die Einrichtung mehrerer Fahrradstraßen in Rotenburg empfohlen, von denen folgende im Sanierungsgebiet „Auf dem Loh“ liegen:

  • Freudenthalstraße
  • Jägerhöhe - Am Galgenberg

Inwieweit stattdessen die fahrradfreundliche Umgestaltung mit Beschilderungs- und Markierungsmaßnahmen ausreicht, muss geprüft werden. Dabei sollte die Fuhrenstraße einbezogen werden.

Besonders der Sandhasenweg als wichtige quartiersinterne Radhauptverbindung muss betrachtet werden. Dabei ist vor allem eine gesicherte Wegequerung auf der Harburger Straße notwendig. Diese kann zur baulichen Verdeutlichung des Anfangs der empfohlenen Tempo-30-Regelung dienen. Da die Harburger Straße eine Bundesstraße ist, ist die Umsetzung allerdings an besondere Auflagen gebunden. So müssen Gründe der Sicherheit und Ordnung oder gutachterlich nachgewiesene immissionsschutzrechtliche Gründe vorliegen. Zudem ist die Zustimmung der Obersten Landesstraßenbehörde erforderlich.

Für eine Radquerung der Harburger Straße liegen konkrete Vorschläge der Polizeidirektion Rotenburg vor, die einen Verschwenk des Sandhasenwegs und die Überquerung der Harburger Straße über eine vergrößerte und verlängerte Mittelinsel vorsehen. Ob das umsetzbar ist, wäre zu prüfen.

Außerdem benötigt der Sandhasenweg eine bessere Beleuchtung und einen einheitlichen und sicheren Wegebelag. Aufgrund des steigenden Verkehrs durch die schnell befahrbare Radwegeverbindung Fidi-Boon-Wech, ist eine Trennung von Rad-/Fußweg auf dieser Strecke sinnvoll und auf dem parallelen Grünstreifen machbar.

Zur Stärkung des Fahrradparkens im Quartier ist der Ausbau und die Unterhaltung von Radabstellanlagen an Bildungs- und Freizeiteinrichtungen (Stadtschule, Kreismusikschule, Sporthalle) sowie an Aufenthalts- und Spielbereichen sinnvoll.

Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte

  • Beauftragung eines Mobilitätskonzepts, unter anderem mit der Aufgabe „Fahrradfreundlichkeit in den beiden Sanierungsgebieten“

  • Entscheidung darüber, ob Fahrradstraßen eingerichtet werden sollen

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