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Wohngebiet Auf dem Loh

Städtebauliche Aufwertung von Garagenhöfen

Maßnahme 05 Auf dem Loh


Bau

Städtebauliche Aufwertung von Garagenhöfen

Grüne Carports statt abgeschotteter Angsträume: Garagenhöfe bieten viele Möglichkeiten für Umgestaltungen.

Stand:

Nicht gestartet

Kostenschätzung:

250.000 Euro

Kontaktdaten:

Ansprechpartner:
Julius Salomon
Telefonnummer:
04261/71-220
Julius Salomon
04261/71-220
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Projektbeschreibung

Bestand

Viele Mehrfamilienhäuser weisen die erforderlichen Stellplätze in Garagen nach, die häufig in Form von Garagenhöfen angeordnet sind. Beispiele gibt es entlang der Benkheimer, der Potsdamer und der Rostocker Straße sowie im Upaltenweg.

Die Eigentumsverhältnisse sind vielseitig: Die Garagen sind zum Beispiel als Teileigentum einzelnen Wohnungen der Wohnungseigentümergemeinschaft zugeordnet, aber auch die Wohnungsbau-Genossenschaft Rotenburg (Wümme) eG verfügt über Garagenanlagen.

Die Garagen wurden vielfach in den 1970er Jahren errichtet und auf die damals üblichen Abmessungen der Fahrzeuge zugeschnitten. Für heutige Modelle, beispielsweise SUV, erscheinen die Garagen oft beengt. Daher werden die Abstellmöglichkeiten vielfach als Lagerraum umgenutzt. Das häufige Fehlen von Stromanschlüssen schränkt die Nutzung für E-Mobilität ein.

Beim Bau der Garagen stand Funktionalität im Vordergrund, gestalterisch bieten sie Raum für Verbesserungen. Außerdem bilden sie häufig eine Sichtbarriere vom öffentlichen Straßenraum zu den dahinter genutzten Flächen, lassen diese unbelebt wirken und entziehen sie der sozialen Kontrolle. Damit stellen sie städtebauliche Mängel dar.

Hintergrund für die Maßnahme

Die Größe der Anlagen ist nicht mehr zeitgemäß (siehe oben). Das lässt vermuten, dass viele Garagen mittlerweile zweckentfremdet genutzt werden. Das wiederum verschärft den Parkdruck in anliegenden Straßen.

Die Garagenhöfe wirken sozial isoliert und fördern eine autozentrierte Lebensweise, die den sozialen Austausch und die Nutzung von Gemeinschaftsräumen verringert. Die  vollständige Versiegelung durch Zufahrten und Garagenbauten ist unter dem Aspekt der Klimafolgenanpassung verbesserungsfähig: Fehlende Möglichkeiten der Versickerung oder Rückhaltung von Regenwasser stellen Herausforderungen dar. Gleiches gilt für sich stark aufheizende Baumaterialien.

Zudem ziehen die Anlagen Vandalismus an und werden besonders in der Dunkelheit zu Angsträumen.

Zielbild und Konzept

Es wird vorgeschlagen, anstelle der Garagenhöfe zeitgemäße, offene Carports zu errichten. Diese könnten wegen der schlanken Holzträgerkonstruktion auf gleicher Fläche eine breitere Einfahrt bieten und wären damit auch für aktuellere, größer dimensionierte Fahrzeuge geeignet. Holzkonstruktionen eignen sich darüber hinaus zur Begrünung. Auch das Dach sowie Rück- oder Seitenwände der Carportanlage können begrünt werden.

Dächer der Carports können zudem Photovoltaik-Anlagen tragen. Die damit verbundene Stromerzeugung kann lokal genutzt werden, indem sie Wallboxen versorgt.

Sofern Garagenhöfe nicht wirtschaftlich modernisiert werden können, so können andere ergänzende Aufwertungsmaßnahmen durchgeführt werden, wie etwa künstlerisch gestaltete Rückwände oder Garagentore. Kooperationen sind denkbar, beispielsweise mit der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg.

Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte

  • Kontaktaufnahme zu den Immobilieneigentümern und Vorstellung der Gestaltungsidee

  • Aufnahme von Carports als Garagen-Ersatzbauten in die Modernisierungsrichtlinie

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