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Wohngebiet Auf dem Loh

Aufwertung und Nutzbarmachung von „Rasenbrachen“

Maßnahme 11 Auf dem Loh


Grün

Aufwertung und Nutzbarmachung von „Rasenbrachen“

Spiel- und Begegnungsräume, Nachverdichtung oder mehr Biodiversität? Auf den Rasenbrachen im Quartier kann viel passieren.

Stand:

Nicht gestartet

Kostenschätzung:

300.000 Euro

Kontaktdaten:

Ansprechpartner:
Julius Salomon
Telefonnummer:
04261/71-220
Julius Salomon
04261/71-220
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Projektbeschreibung

Bestand

Im Wohngebiet Auf dem Loh fallen die vielen Grünflächen zwischen den in der Regel mehrgeschossigen Gebäuderiegeln ins Auge. Beispiele dafür finden sich an der Angerburgerstraße, Potsdamer Straße, Upaltenweg, Königsberger Straße, Samlandweg, Rostocker Straße und auf dem Kirchengelände Auferstehungsgemeinde. Diese Rasenbrachen sind meist untergenutzt und nicht gestaltet.

Durch ihre Einsehbarkeit eignen sie sich nicht als Rückzugsort und bieten außerdem keine Aufenthalts- oder Nutzungsqualitäten. Zudem vermitteln einige Flächen einen vernachlässigten und verwilderten Eindruck. In einigen Fällen gehen diese Brachen noch mit Vermüllung und allgemeiner Vernachlässigung durch mangelnde Instandhaltung der Freiflächen einher.

Lediglich im Bereich zwischen Upaltenweg und Königsberger Straße hat die Gebäudeeigentümerin einen gut und anregend gestalteten Spielplatz mit attraktiven Spiel- und Aufenthaltsangeboten angelegt. Die wenigen anderen privaten Spielplätze wirken kaum ansprechend.

Hintergrund für die Maßnahme

Aufgrund der dargestellten Mängel werden die Rasenbrachen kaum genutzt. In einigen Fällen sind Wäscheleinen gespannt, teilweise werden die Flächen als Abstellfläche für Mülltonnen gebraucht, was die Optik nicht ansprechender macht.

Um lebendige Räume mit Aufenthaltsqualität für die Menschen zu schaffen, benötigt es eine Umgestaltung. In Zeiten von zunehmender sozialer Isolation sind Begegnungsräume zur Stärkung des Miteinanders und der Nachbarschaft vonnöten. Eine attraktive Nutzung der Plätze steigert die Abwechslung im Stadtbild, die Wohnqualität und somit auch den Wert der Immobilien. Außerdem sind derartige Rasenbrachen "Wüsten" im Sinne der Biodiversität und wirken sich durch mangelnde Beschattung negativ auf das Mikroklima aus.

Diese Flächen bieten ein großes Potenzial für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen, dass hier in Kombination mit energetischen und Biodiversitäts-Maßnahmen ein „Klimaquartier“ mit Leuchtturmcharakter entstehen könnte.

Gleichzeitig stellen diese Flächen aber auch ein Nachverdichtungspotenzial dar, sodass eine zukünftige Umnutzung gut abgewogen werden muss.

Zielbild und Konzept

Zur Schaffung einer nachhaltigen Aufenthaltsqualität der Freiflächen ist es erforderlich, vielseitige und nachgefragte Spiel-, Bewegungs- und Nutzungsräume zu entwickeln, die durch eine differenzierte Gliederung und Strukturierung verschiedene Nutzergruppen ansprechen. Um die Gemeinschaft zwischen den Anwohnern zu stärken, sind attraktive Begegnungsorte von zentraler Bedeutung. Hierzu zählen etwa Sitzgelegenheiten mit Tischen, die durch schattenspendende Bäume oder Grillanlagen ergänzt werden.

Für Familien können zudem Spielanlagen entstehen, die für Kleinkinder interessant sind. Kleine Fußballtore können schon einen Unterschied machen. Gemeinschaftsgärten, wie beispielsweise Hochbeete, fördern zudem die soziale Integration und den Austausch der Bewohnenden und tragen zur Nachhaltigkeit sowie ökologischen Bildung bei.

Für die Biodiversität ist eine heterogene und bienenfreundliche Bepflanzung der Fläche von großer Bedeutung. Auch Insektenhotels dienen diesem Ziel und tragen zur Umweltbildung bei. Strauchpflanzungen strukturieren den Raum und erhöhen durch ihre Funktion als Sichtschutz die Privatsphäre. Obststräucher und -bäume können darüber hinaus das Naturerlebnis fördern und die Menschen aus ihren Wohnungen herauslocken. Pflanzen tragen zudem zur Verbesserung des Mikroklimas bei, indem sie Schatten spen-den und die Luftqualität verbessern.

Eine Neugestaltung sollte außerdem die Möglichkeit zur Anlage von Regenrückhaltung und -versickerung in Erwägung ziehen, die bei Bedarf mit anderen Nutzungen kombiniert werden kann.

Die Flächenansprüche für die Nutzbarmachung und Bepflanzung der Abstandsgrünflächen kollidiert teilweise mit Überlegungen zur Nachverdichtung mit weiterer Wohnbebauung. Hier muss eine angemessene Abwägung der unterschiedlichen Nutzungsanforderungen stattfinden.

Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte

  • Beispielhafte Aufwertung einer „Rasenbrache“ in Kooperation mit der Wohnungswirtschaft beziehungsweise einer mitwirkungsbereiten Wohnungseigentümergemeinschaft

  • Prüfung der Abstandsflächen auf Eignung als Nachverdichtungspotenzial

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