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Wohngebiet Auf dem Loh

Mehr Regenrückhaltung und Versickerung

Maßnahme 12 Auf dem Loh


Grün

Mehr Regenrückhaltung und Versickerung

Regenrückhaltung und örtliche Versickerung können dazu beitragen, Hochwasserereignisse zu dämpfen.

Stand:

Nicht gestartet

Kostenschätzung:

500.000 Euro

Kontaktdaten:

Ansprechpartner:
Julius Salomon
Telefonnummer:
04261/71-220
Julius Salomon
04261/71-220
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Projektbeschreibung

Bestand

Das Regenwasser wird im Siedlungsbereich der Stadt Rotenburg bislang von den bebauten und versiegelten Flächen zum weit überwiegenden Teil über die Regenwasserkanalisation gesammelt und in die Wümme abgeführt.

Hintergrund für die Maßnahme

Die Niederungen der Wümme und ihrer Zuflüsse dienen bereits heute bei Hochwasser als Überflutungsbereiche. Aus diesem Grund kam das Rotenburger Stadtgebiet bei Hochwasserereignissen in der Vergangenheit noch relativ glimpflich davon. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass der Klimawandel die Starkregen- und Hochwasserbelastung zukünftig noch erhöhen wird.

Zielbild und Konzept

Um das aus dem Oberlauf der Wümme herangeführte Hochwasser nicht durch sämtliche im Stadtgebiet niedergegangenen Regenmengen zu erhöhen, dürfen die Niederschläge nicht wie bisher üblich schnellstmöglich über die Regenwasserkanalisation abgeleitet werden. Ziel ist es, die Regenwasserabführung zeitlich zu strecken oder zu verlagern. Hierfür sind Zwischenspeicher erforderlich, die bestenfalls auch noch versickerungsfähig sind und das Regenwasser im Erdreich binden.

Die Regenwasserrückhaltung und -versickerung erzeugt die größten Effekte in dicht bebauten Quartieren. Allerdings gibt es dort weniger Flächenpotenzial, sodass auch eine Entlastung in weniger verdichteten Stadtteilen wie etwa in Wohngebieten per Saldo zu einer Entlastung der Regenwasserkanalisation beiträgt.

Im Wohngebiet auf dem Loh sollte geprüft werden, welche Flächen zur zwischenzeitlichen Regenrückhaltung eignen könnten. Es wird empfohlen, diese nicht als klassische Regenrückhaltebecken anzulegen, da dies technische Bauwerke mit steilen Böschungen und hoher Wassertiefe sind, die aus Verkehrssicherungsgründen mit einer Umzäunung geschützt werden müssen. Stattdessen sollten Flächen angelegt werden, die neben ihrer Funktion der Regenrückhaltung und -versickerung weitere Nutzaspekte aufweisen.

Dies können zum Beispiel muldenartig um wenige Dezimeter vertiefte Flächen sein, die dauerhaft begrünt sind und auch als Spiel- und Aufenthaltsfläche dienen können. Bei Starkregen wird die Mulde geflutet und es entsteht ein temporärer Teich.

Diese Muldenversickerung kann überall dort angelegt werden, wo ohnehin schon öffentliche Grünflächen vorhanden sind, etwa am Sandhasenweg, beim Bolzplatz oder beim Lohmarkt. Neben Flächen im öffentlichen Eigentum kommen auch private Flächen dafür in Frage. Hier könnte ein finanzieller Ausgleich geschaffen werden, zum Beispiel indem die Entwässerungsgebühr entsprechend reduziert oder ausgesetzt wird, wenn weniger oder sogar gar kein Regenwasser in den öffentlichen Kanal eingeleitet wird.

Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte

  • Standortsuche und Eignungsprüfung von Muldenversickerungsflächen

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