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Wohngebiet Auf dem Loh

Neuordnung der Parksituation für Pkw

Maßnahme 13 Auf dem Loh


Verkehr

Neuordnung der Parksituation für Pkw

Gefühlt hoher Parkdruck, Engstellen im Straßenverkehr: Eine Neuordnung der Parksituation könnte Linderung schaffen.

Stand:

In Bearbeitung

Kostenschätzung:

600.000 Euro

Kontaktdaten:

Ansprechpartner:
Julius Salomon
Telefonnummer:
04261/71-220
Julius Salomon
04261/71-220
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Projektbeschreibung

Bestand

Ungeordnetes Parken im Straßenraum führt zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen beim Vorbeifahren und Queren. Geordnetes Parken findet auf privatem Grund und auf straßenbegleitenden Parkplätzen in Längs- und Queraufstellungen statt. Außerdem gibt es Garagenanlagen, die aber gestalterisch ungenügend sind und häufig auch Angsträume darstellen.

Hintergrund für die Maßnahme

In Teilen des Quartiers herrscht ein subjektiv wahrgenommener Parkplatzmangel. In Bereichen, in denen eine hohe Pkw-Dichte bei wenigen oder ungeordneten Parkplätzen im öffentlichen Raum besteht, führt der hohe Parkdruck zu besonderen Belastungen. Viele und lange Engstellen sind die Folge.

Dies führt an einigen Stellen dazu, dass Vorbeifahrten an einer langen Reihe geparkter Autos bei entgegenkommenden Fahrzeugen mit einer Wartezeit verbunden sind. Oder das Vorbeifahren erfolgt mit zu hoher Geschwindigkeit. Querungsmöglichkeiten für Fußgänger sind dort zu gering beziehungsweiswe zu gefährlich.

Darüber hinaus stellen massenhaft ebenerdige Parkplätze einen gestalterischen Mangel mit funktionalen Einschränkungen dar.

Sollte es zu weiterem Wohnungsbau durch Nachverdichtung im Bestand kommen, so wäre nach der Novellierung der Niedersächsischen Bauordnung keine Schaffung der erforderlichen Stellplätze mehr vorgeschrieben. Sobald Investoren auf die freiwillige Herstellung von privaten Stellplätzen verzichten, würde dies den Parkdruck im öffentlichen Straßenraum weiter erhöhen und die Notwendigkeit zur Neuordnung des Parkens verstärken.

Zielbild und Konzept

Als Strategie zum Umgang mit derartigen Parkproblemen im öffentlichen Straßenraum eignen sich folgende Ansätze:

  • Neuordnung der ungeordneten Parksituation in den Straßenräumen: Markierung von Parkplätzen an dafür geeigneten Stellen (zum Beispiel mit Ausweichlücken bei Gegenverkehr). Dafür in Frage kommende Straßen: Jägerhöhe, Große Gartenstraße, Upaltenweg, Königsberger Straße und weitere
  • Schaffung und Gestaltung von neuen Stellplätzen auf privatem Abstandsgrün, zum Beispiel in Form offener Carports mit Begrünung von Dach und/oder Rückseiten. Dies ist allerdings nur dort möglich, wo genügend und gut anfahrbarer Platz auf den privaten Grundstücken vorhanden ist. Eine solche Lösung ist mit privaten Kosten verbunden, was die Realisierung erschweren dürfte. Daher sollte der Einsatz von Fördermitteln geprüft werden. Ein wesentlicher Faktor wird der mögliche Einfluss eines gut geschützten und gestalteten Stellplatzes auf den Wert oder die Mietrendite einer Wohnung sein.
    Allerdings stehen den Kosten auch Einnahmen gegenüber, da die neu geschaffenen Stellplätze im privaten Raum eine höhere Attraktivität aufweisen dürften und deshalb vermietbar sein werden. Dies betrifft auch die mögliche zusätzliche Nachfrage durch eventuelle Wohnungsneubauten durch Nachverdichtung.
    Als Standorte kommen insbesondere Abstandsflächen an den Mehrfamilienhäusern im Quartier in Frage, bei denen zudem Skaleneffekte die Baukosten pro Einheit reduzieren können. Allerdings besteht in Wohnanlagen, die per Wohnungseigentümergemeinschaft verwaltet werden, die Hürde einer qualifizierten Zustimmung der Eigentümerversammlung.
  • Neuordnung vorhandener Garagen- und Stellplatzanlagen: Viele der im Quartier vorhandenen Garagenanlagen und -höfe sind städtebaulich unattraktive „Unorte“, die auch im Hinblick auf mittlerweile veraltete Dimensionierungen erneuert und gestaltet werden sollten.
  • Prüfung auf Erstellung von multifunktionalen Quartiersgaragen: Im Wohngebiet Auf dem Loh wird empfohlen, den Standort Lohmarkt ungefähr zur Hälfte mit einer Quartiersgarage zu entwickeln (siehe Maßnahme 01). Weitere geeignete Standorte werden im Plangebiet nicht gesehen.
  • Erneuerung des Parkleitsystems an den Haupteinfallstraßen (Soltauer Straße, Harburger Straße, außerhalb des Plangebiets): Der Parksuchverkehr in der Innenstadt muss im Zusammenhang mit der Neuordnung der Parkplatzangebote (Konzentration auf Quartiersgaragen) dynamisch geleitet werden. Hierbei sollte auch die Parksituation im Wohngebiet Auf dem Loh berücksichtigt werden.
  • Parkraumkonzeption für das Diakonieklinikum - betriebliches Mobilitätsmanagement (außerhalb des Plangebiets): Als eine wesentliche Quelle für den Parkbedarf gelten die Beschäftigten des Diakonieklinikums. Bei ihnen lassen sich am ehesten Verlagerungseffekte von der individuellen Anreise mit dem Pkw hin zu anderen Mobilitätsformen erzielen.

Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte

  • Beauftragung eines Fachbüros für die Erstellung eines Parkraumkonzepts (läuft)

  • Kontaktaufnahme mit privaten Immobilieneigentümern und Abfrage der Bereitschaft zur Neugestaltung privater Stellplatzanlagen